Die Verbindung zum Internet ist im Jahr 2011 einer der wichtigsten Dienste für viele Computernutzer. Ein Computer lässt sich kaum noch produktiv einsetzen, wenn ein Datenaustausch mit dem Internet nicht mehr erfolgen kann. Falls die Verbindung einmal ausfallen sollte, müssen die Anwender wissen, wie die Diagnose vorzunehmen ist und auf welche Art und Weise der Fehler am einfachsten behoben werden kann.
Zuerst sollte festgestellt werden, ob die Verbindungsprobleme auf eine fehlerhafte Hardware oder auf Konfigurationsfehler auf der Softwareebene zurückzuführen sind. Bei einem Internetanschluss mit 8.000, 16.000 oder 32.000 KBit pro Sekunde Geschwindigkeit wird ein DSL-Modem eingesetzt, das die ankommenden Daten aus der gewöhnlichen Telefonleitung in ein digitales Signal für den Computer umwandelt. Hier sollte deshalb die Fehlerdiagnose auf der Hardwareebene beginnen. Es ist zu überprüfen, ob eine Leitung vorhanden ist (leuchtende Signallampe am Splitter) und ob das DSL-Modem auf der einen Seite korrekt per RJ11-Kabel mit dem Splitter verbunden ist und auf der anderen Seite per RJ45-Kabel mit dem Computer oder dem Router. Sollte in der Installation des Netzwerks ein Router vorgesehen sein, wird die Fehlerdiagnose komplizierter.
Beim Ausfall des Internets sollte bei Vorhandensein eines Routers dieser unbedingt überprüft werden. Bei kabellosen WLAN-Routern, die Daten über das 802.11-Protokoll verschicken, sollte der Sendestatus überprüft werden. In einigen Fällen kann es notwendig sein, dass im Konfigurationsmenü des Routers die SSID ausgesendet wird, damit der Computer den Router finden kann. Zudem sollten andere Standorte des Routers testweise ausprobiert werden, damit sich überprüfen lässt, ob ein Sendeproblem vorliegt. Moderne Router können zwar Verbindungen über Entfernungen bis zu 50 Meter herstellen, dieses gilt jedoch nicht innerhalb von Häusern und beim Vorhandensein massiver Wände.
Falls die Fehler auf der Hardwareebene nicht gefunden werden konnten, sollte die Konfiguration des Betriebssystems überprüft werden. Dazu ist es notwendig, dass der Anwender sich in die Gerätesteuerung begibt und dort die Installation der Treiber überprüft. Sollte die Netzwerkkarte nicht richtig erkannt worden sein, kann dieses unter Windows 7 auf eine falsche Bit-Treiberversion zurückzuführen sein. Es muss in diesem Fall sichergestellt werden, dass auf Windows 7 32-Bit ein entsprechender 32-Bit-Treiber des Netzwerkkarten-Herstellers installiert wird, auf einem 64-Bit-System entsprechend ein 64-Bit-Treiber. Weiterhin sollte in der Systemsteuerung das Netzwerk- und Freigabecenter aufgesucht werden. Hier muss eine Verbindung für Breitbandinternetverbindungen eingerichtet sein, die auf das Protokoll PPoE zurückgreift.
