Ein W-LAN Netzwerk bietet zwar den Vorteil, dass man nicht überall hin riesige Kabelstränge verlegen muss, allerdings stößt man relativ schnell an die Grenzen der Funkübertragung, wenn man diese über große Räume ausstrahlen möchte. Weiterhin bieten Funknetze einen Sicherheitsnachteil, weil quasi jeder W-LAN Empfänger in der Nähe des Routers das Netzwerk erkennen und manchmal mithilfe von Hacker-Tools und einfachen Passwörtern darauf zugreifen kann.
Eine Alternative bietet dabei das Übertragen der Daten im hauseigenen Stromnetz. Dieses erlaubt sowohl eine hohe Übertragungsrate als auch die Vermeidung der unpraktischen Verlegung langer LAN-Kabel. Zudem funktioniert es nur im eigenen Hausstromnetz, die Netzwerke sind also für Außenstehende nicht bemerkbar.
Die Angebote sind sehr unterschiedlich. Ein kürzlich erschienenes Angebot von einem deutschen Discounter galt zwei Adaptern für 69,99 Euro. Die maximale Datenrate sollte 85 MBit pro Sekunde betragen sowie eine Reichweite von etwa 200 Metern abdecken. Da praktisch in jedem Raum Steckdosen vorhanden sind, kann man so die Daten vom Router stabil überallhin in die verschiedensten Ecken und Winkel des Haushaltes führen, ohne neue Kabelkanäle verlegen zu müssen.
Sicherheitstechnisch ist es für Außenstehende nur dann möglich, in das Netzwerk einzudringen, wenn sie sich Zugang zu dem Haushaltsstromanschluss verschaffen. Zusätzlich sind fast alle Adapter mit einer Sicherheitscodierung ausgestattet, so dass Hacker erst diese knacken müssten, um illegal aufs Netzwerk zugreifen zu können. Einen weiteren Vorteil bieten die Netzwerke bei der Installation. Die Adapter sind schnell eingesteckt, und es bedeutet normalerweise keinen größeren weiteren Aufwand, die Verbindung zwischen Adapter und Rechner herzustellen. Die Einrichtung eines Sicherheitsschlüssels ist nicht mehr notwendig.
Ein Problem, welches die Übertragung über das Stromnetz bietet, ist die Empfangsrangordnung. So kann immer nur ein Gerät das auf 230V modulierte Signal empfangen oder senden, daher laufen Systeme mit mehr als einem Empfänger oder Router in der Regel instabiler als beispielsweise W-LAN Netzwerke oder klassische Modelle mit LAN-Verteilung per Kabel. Neue Router und Empfänger können aber immer feinere Signalabfolgen generieren, die zunehmend sicherer an der richtigen Stelle ankommen.
