Diese Technik steckt hinter dem Internet

ertstellt: 02.05.2011
Zum Thema:  Backbone | Verbindungen | Provider

Eine Besonderheit des Internets ist, dass es niemand wirklich besitzt. Es ist eine globale Sammlung von Netzwerken, große und kleine. Diese Netze, die auf viele verschiedene Arten miteinander verbunden sind, bilden in ihrer Gesamtheit das Internet, wie wir es heute kennen. Seit dessen Ursprung im Jahr 1969, als das Internet aus vier Computern bestand, ist die Anzahl der Host-Computer-Systeme auf über 10.000.000 angewachsen. Jeder Computer, der mit dem Internet verbunden ist, wird Teil des Netzwerks. Wenn man mit einem Internet Service Provider (ISP) in Verbindung tritt, wird der eigene Rechner ein Teil von dessen Netzwerk. Der Internet Service Provider ist seinerseits ein Teil eines übergeordneten Netzwerkes. Die meisten großen Telekommunikationsunternehmen haben ihre eigenen dedizierten Backbones, die Verbindungen in verschiedene Regionen herstellen. In jeder Region hat der Provider einen Point of Presence (POP). Der POP ist ein Knotenpunkt, an dem lokale Benutzer auf das Netzwerk des Unternehmens zugreifen können. Dabei gibt es keine Hierarchie der Netzwerke. Stattdessen gibt es mehrere große Netze, die miteinander durch Network Access Points (NAPs) verbunden sind.

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Angenommen, das Unternehmen A ist ein Internet Service Provider mit der IP 192.121.X.X. In jeder größeren Stadt hat das Unternehmen A einen Point of Presence. Der POP in jeder Stadt ist ein Rack voller Modems, in dem sich die Kunden von A einwählen. Das Unternehmen A mietet die Leitungen der Telefongesellschaft, um seine POPs miteinander zu verbinden. Angenommen Unternehmen B ist ein großer ISP mit der IP 192.111.X.X, der genug Kapital hat, um mehrere große Netzwerke einzurichten, die er mit seinen eigenen Leitungen miteinander verbinden kann. In dieser Anordnung können alle Kunden von A miteinander kommunizieren, und alle Kunden von B können miteinander kommunizieren, aber es gibt keine Möglichkeit für die Kunden des Unternehmen A mit den Kunden des Unternehmens B in Verbindung zu treten. Daher einigen sich Unternehmen A und B Network Access Points in verschiedenen Städten einzurichten, damit der Datenverkehr zwischen den beiden Unternehmen möglich ist. In der Praxis sind Dutzende von großen Internet Providern durch einen NAP in verschiedenen Städten miteinander verbunden, durch die täglich weit über 100 Gigabit/s an Daten fließen. Das Internet ist also eine Ansammlung von riesigen Netzwerken, die alle miteinander durch NAPs kommunizieren. Auf diese Weise kann jeder Computer im Internet mit einem anderen Daten austauschen, weit über 10 Terabyte täglich.

Eine wichtige Komponente eines Netzwerkes ist der Router. Der Router dient dazu, Datenpakete anhand der IP-Adresse an die richtige Empfangsadresse zu leiten. Dadurch, dass der Router es ermöglicht, zielgerichtete Datenpakete dorthin zu verschicken, wo sie benötigt werden, kann die volle zur Verfügung stehende Bandbreite für den Datenverkehr genutzt werden. Die Router verbinden die Backbones der Internet Service Provider und anderen Unternehmen, die ihre eigenen Server betreiben, miteinander. Ein Backbone ist eine Ansammlung von Routern und Leitungen, die ankommende Datenpakete zuweisen und an die entsprechenden Adresse weiterleiten, zum Bestimmungsort oder zur nächsten Zwischenstation, einem NAP oder POP.

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