Der Unterschied zwischen Mini-SIM, wie die gängige Karte heißt, und einer Micro-SIM ist marginal. Außer der Größe der Karte – 15 mm x 12 mm statt 25 mm x 15 mm – ist es lediglich der etwas größere interne Speicher des kleineren Modells, der den Unterschied macht. Die Größe des Chips, auf den es wirklich ankommt, hat sich nicht verändert. So ist es zum Beispiel möglich, eine Mini-SIM auf das Mikro-Format zurechtzuschneiden und in einem iPhone oder iPad zu nutzen. Im Handel sind sogar spezielle Zangen erhältlich, mittels derer man eine Micro-SIM aus einer normalen Handykarte herausstanzen kann.
Häufig hört man den Vorwurf, die Firma Apple wolle mit dem neuen Standard iPhone-Besitzer an bestimmte Netzbetreiber binden, die die Mikro-Karten herausgeben. Es wäre in der Tat eine interessante Taktik, eine solche Kooperation mit einem großen Anbieter einzugehen. Fakt ist jedoch, dass es bereits seit Ende der 90er-Jahre die Idee einer speziellen Micro-SIM gibt. Schon zu dieser Zeit zeichnete sich der Trend ab, schlankere Handymodelle zu produzieren, die im Inneren weniger Platz haben würden. Und auch das Mini-Format der herkömmlichen SIM-Karte ist keinesfalls der Ursprung: Die Karten der ersten Mobiltelefone waren etwa so groß wie eine Scheckkarte. Und schon damals kursierten zahlreiche Anleitungen, wie man die alten Karten mittels einer Schere auf das neue Format zurechtstutzen konnte. Nahmen anfangs nur die großen Mobilfunkkonzerne die Micro-SIM in ihr Angebot auf, haben kleinere Anbieter und auch die Discounter schnell nachgezogen, sodass es kaum Anbieter geben dürfte, die keine Micro-SIM anbieten. Darüber hinaus planen auch andere Konzerne, etwa Nokia, Geräte mit kleinerem Simkarten-Slot herzustellen. Damit wäre der Exklusivstatus von Apple Vergangenheit.
Nun ist es recht einfach, eine Karte zurechtzuschneiden, um sie zum Beispiel in einem iPad zu nutzen. Möchte man sie jedoch wieder in ein Handy einlegen, das von einem anderen Hersteller produziert wurde, steht man vor einem Problem. Kaum jemand schließt zwei Verträge ab, um Tablet-PC und Handy simultan zu nutzen. Wer die Karte mit verschiedenen Geräten nutzen möchte, kann auf einen speziellen Adapter zurückgreifen, wie man ihn beispielsweise von Speicherkarten kennt. Ein Adapter ist nichts anderes als eine Mini-SIM aus Plastik, in die man die Micro-SIM einlegen kann. Der Platz des Chips ist ausgespart, sodass das entsprechende Gerät ihn ganz normal auslesen kann. Eine weitere Möglichkeit, die viele Nutzer anspricht, ist ein Dual-Sim-Adapter. Hierbei können zwei Karten in einem Handy genutzt werden. Dazu müssen sie meist auf ein kleineres Format zurechtgeschnitten werden, ehe sie in den Adapter passen. Der Vorteil dieses Adapters liegt darin, dass beispielsweise private und geschäftliche Telefonate mit demselben Gerät erledigt werden können. Auch könnten so verschiedene Handytarife günstig miteinander kombiniert werden.
