Beim Kauf eines Smartphones sollte man besonders auf das vorinstallierte Betriebssystem achten. Denn damit steht und fällt der Bedienungskomfort eines Handys beziehungsweise eines Smartphones. Insgesamt gibt es fünf maßgebliche Betriebssysteme für Handys: Android von Google, OS X von Apple, Symbian von Nokia, Web OS von Palm und Windows Mobile von Microsoft. Diese Systeme unterscheiden sich erheblich bei der Betrachtung von Aspekten wie: Bedienung, Geräteauswahl, Oberfläche, App-Angebot, Datensynchronisation und Multimedia. Keines der Geräte ist perfekt, jedes hat Stärken und Schwächen.
In punkto Bedienung liegt OS X von Apple ganz weit vorne. Die Touchscreen-Bedienung mit einem oder mehreren Fingern geht leicht von der Hand, und die Software reagiert schnell und zuverlässig. Ein Nachfassen ist so gut wie nie nötig. Ebenfalls positiv fällt Android auf. Je nach Modell ist auch hier Multitouch, also die Bedienung mit mehreren Fingern, möglich. Zusätzlich weisen einige Modelle echte Tasten auf, die die Navigation noch weiter vereinfachen. Ebenso leicht zu bedienen ist das Web OS von Palm. Einzig die etwas längeren Wartezeiten beim Navigieren stören. Symbian und Windows Mobile hängen ein wenig hinterher. Symbian besitzt beispielsweise keine Multitouch-Fähigkeit, Windows Mobile hat mit einer komplizierten Menüführung zu kämpfen. Die Geräteauswahl wiederum ist nur bei Android und Windows Mobile ein wenig umfassender. OS X von Apple beispielsweise gibt es nur auf dem iPhone. Die Oberfläche, die sich ebenfalls maßgeblich für die Bedienung verantwortlich zeichnet, ist außer beim iPhone, positiv zu bewerten. Denn OS X besitzt keinen echten Homescreen, jedes Programm muss gestartet werden, um es zu nutzen. Bei den anderen Systemen gibt es die Möglichkeit, kleine Miniprogramme, sogenannte Widgets auf dem Homescreen abzulegen. So kann auf einen Blick der Kalender eingesehen oder der Wecker gestellt werden.
Wer sich heute ein Smartphone kauft, der erwartet die Möglichkeit, ohne umständliche Recherchen oder komplizierte Installationen, die sogenannten Apps per Klick auf dem Smartphone installieren zu können. Zwei Betriebssysteme haben hier die Nase vorn: Android und OS X. Apple kann in seinem App-Store mehr als 200.000 Apps vorweisen. Bei Android sind es etwa die Hälfte. Alle anderen Betriebssysteme weisen weit weniger Apps auf. Besonders Symbian hinkt hier hinterher, denn es hat keinen App-Store. Bei der Datensynchronisation kann Android nicht punkten, denn vorinstallierte Programme und Funktionen für einen Datenabgleich gibt es nicht. Das Apple-Betriebssystem führt den Datenabgleich problemlos mit iTunes aus. Ebenso einfach geht die Synchronisation mit Web OS. Das Palm-System synchronisiert über Exchange-Server Kontakte, Accounts von sozialen Netzwerken und Kalendereinträge. Windows Mobile funktioniert ebenfalls gut, aber nur über einen Windows-Computer. Bei einem Mac funktioniert der Datenabgleich nicht. In punkto Multimedia haben die Systeme von Apple und Nokia die Nase vorn. Nutzer schätzen die hochwertigen Kameras, die modellabhängig sogar mit Xenon-Blitz ausgeliefert werden, sowie die MP3-Player von Nokia. OS X wiederum punktet mit einer großen Musikbibliothek inklusive Coverdownload und Playlist-Generator.
