Einfach und schnell: Mit dem Smartphone Mails abrufen

ertstellt: 04.10.2011
Zum Thema:  E-Mails | Handys | Smartphones

Verschiedene Technologien ermöglichen Geschäftsleuten und Privatpersonen den mobilen Zugriff auf die eigenen E-Mails. Am umständlichsten gestaltet sich die manuelle Variante, bei der man sich über einen Internetbrowser in sein E-Mail-Postfach einloggt. Dies entspricht dem normalen Abrufen von E-Mails wie auf einem PC. Allerdings ist diese Möglichkeit die aufwendigste, da Benutzername und Passwort immer wieder neu eingegeben werden müssen. Viel leichter ist es da schon, wenn das Smartphone über ein vorinstalliertes E-Mail-Programm verfügt. Name und Passwort werden einmal eingegeben und ermöglichen dann den schnellen Zugriff auf die E-Mails. Das Programm muss dann nur noch entsprechend konfiguriert werden.

smartphone mails abrufen
© Jonas Wolff - Fotolia.com

Meist nutzen die Programme IMAP- oder POP3- Dienste. Nutzt man POP3, lädt man die E-Mails per Knopfdruck direkt auf das Smartphone. Da das Herunterladen ein großes Datenvolumen mit sich bringen kann, sollte man hier vorsichtig sein. Einige Anbieter erlauben zwar unbegrenztes Datenvolumen, andere hingegen beschränken die Datenmenge je nach gebuchtem Tarif auf beispielsweise 1 GB monatlich. Doch auch bei unbegrenztem Datendownload setzen die Anbieter oft Grenzen. So wird beispielsweise ab einem Datenvolumen von 500 MB die Downloadgeschwindigkeit meist auf 64 Kbit/s gedrosselt werden. Zudem ist die Größe von Anhängen oft begrenzt, wenn man nicht über eine Flatrate verfügt. Entsprechend dem Tarif werden Datenanhänge nur bis zu einer Größe von 20 oder 50 MB empfangen und versendet. Um hohen Datenmengen zu umgehen, bietet sich IMAP an. Auch hierbei werden die E-Mails manuell abgerufen. Allerdings lädt das Handy sie nicht direkt herunter, sondern lässt sie auf dem Server liegen. Sie werden also nur mobil verwaltet.

Die komfortabelste Variante ist der E-Mail-Empfang über das Push-Verfahren. Hier ist kein manuelles Abrufen notwendig. Der E-Mail-Client auf dem Smartphone holt die Mails nicht vom Server ab, sondern der Server „schiebt“ die Mails direkt in den Posteingang, sobald sie auf dem Server eingehen. Bekannt wurde die Funktion durch die Blackberry-Smartphones. Heute stellen viele Anbieter diesen Dienst zur Verfügung. Je nach Tarif und ermöglichtem Datenvolumen kann dies im Jahr 2011 monatliche Kosten zwischen 5 Euro und 15 Euro verursachen. Allerdings gibt es auch kostenlose Alternativen. Mittlerweile bieten viele E-Mail-Anbieter Push-Dienste an. So erhält man beispielsweise mit einer Googlemail-Adresse seine Mails per Push-Dienst auf dem Smartphone. Wie man seine E-Mails auf dem Smartphone empfangen kann und wie viel dieser Service kostet, ist also sehr abhängig vom jeweiligen Anbieter. Will man die Kosten so niedrig wie möglich halten, ist ein Vergleich der verschiedenen Smartphones und der möglichen Tarife unbedingt notwendig.

 
vernetzt|pid-6621352|aid-503572