So schalten Sie drei Router hintereinander

ertstellt: 30.05.2011
Zum Thema:  Netzwerke | Router | Technik

Router gehören zu den wichtigsten Netzwerkkomponenten. Sie sind entweder kabelgebunden und müssen per Ethernet-Kabel (RJ45-Stecker) an die am Netzwerk teilnehmenden Geräte angeschlossen werden, oder sie setzen auf die kabellose Datenübertragung per WLAN (Wireless Local Area Network), unter Rückgriff auf den 802.11-Standard. Je nach Ausführung des Routers können die Kosten sich zwischen 30 und 150 Euro bewegen (Stand: Mai 2011). Viele Router erlauben es den Benutzern, zwischen vier und sechs Geräte anzuschließen, was für einige Szenarien nicht ausreichend ist. Wird neben dem DSL-Modem und einem Netzwerkdrucker noch ein Netzwerkscanner sowie ein PC und ein Notebook angeschlossen, sind bereits fünf Ports belegt. Aus diesem Grund kann es sich anbieten, dass mehrere Router hintereinandergeschaltet werden. Manchmal kann jedoch die Erweiterung einer bereits bestehenden Netzwerkinfrastruktur die Notwendigkeit mit sich bringen, dass mehrere Router miteinander verschaltet werden.

Wie Sie mehrere Router miteinander verbinden können
Wie Sie mehrere Router miteinander verbinden können
© kaparulin - Fotolia.com

Eine Hintereinanderschaltung kann auch dann sinnvoll sein, wenn den einzelnen Routern unterschiedliche Aufgaben zugeordnet werden sollen. So kann der erste Router innerhalb des Netzwerks die Verteilung der Internetverbindung übernehmen, wohingegen ein zweiter Router für die Verwaltung von gemeinsam genutzten Netzwerkgeräten verantwortlich ist. Ein weiteres drittes Gerät könnte dann die Funktionalität der kabellosen Datenübertragung zur Verfügung stellen. Hierbei ergeben sich in der Praxis zwei Verkabelungsmöglichkeiten: Entweder werden die Router zwei und drei an die Ports des ersten Routers angeschlossen, oder man verbindet Router eins und zwei miteinander sowie Router zwei mit Router drei. Die letztere Variante ist dann gegeben, wenn die einzelnen Router räumlich voneinander getrennt sind und eine Hintereinanderschaltung damit den Verkabelungsaufwand verringert.

Damit die Hintereinanderschaltung gelingen kann, ist die korrekte Vergabe der IP-Adressen (Internet Protocol) zu beachten. In der Regel werden diese vom Router automatisch per DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) an die Netzwerkteilnehmer vergeben. Falls jedoch mehrere Router eingesetzt werden sollen, kann es zu Konflikten zwischen den einzelnen DHCP-Servern kommen. Um dieses zu vermeiden, sollte der erste Router in der Kette als DHCP-Server konfiguriert und die entsprechende Funktion in den beiden anderen Routern deaktiviert werden. Der zweite und der dritte Router erhalten ihre IP-Adresse dann vom DHCP-Server des ersten Routers.

In einer solchen Konfiguration erhält der erste Router eine feste IP-Adresse und dient als Gateway für die beiden übrigen Router. Damit die Adressenvergabe fehlerfrei funktionieren kann, sollte deshalb in den Konfigurationsmenüs der Router zwei und drei der erste Router als Gateway eingegeben werden. Dieses geschieht, indem die IP-Adresse des ersten Routers in das entsprechende Feld „Gateway“ eingegeben wird.

 
vernetzt|pid-1634861|aid-449951