Um ein Netzwerk um einen Router zu erweitern, ist nicht unbedingt die Anschaffung eines zusätzlichen Geräts notwendig. Stattdessen kann ein vorhandener Computer softwareseitig auf die Funktion eines Routers umgestellt werden.
Der Vorteil bei einem solchen Vorgehen ist darin zu sehen, dass die sonst anfallenden Kosten für einen Router von 30 bis 150 Euro (Stand: Juni 2011) entfallen. Ratsam ist die Umkonfiguration eines Computers zu einem Router auch dann, wenn ein Netzwerk eilig eingerichtet werden soll und kein passendes zusätzliches Netzwerkgerät bereitsteht.
Unter Windows kann im Netzwerk- und Freigabecenter die Internetverbindung des Computers freigegeben werden, was insbesondere bei schnellen Leitungen mit 8.000 bis 32.000 KBit pro Sekunde sinnvoll ist. Danach können alle anderen Computer, die mit diesem per Netzwerkkabel oder kabellos verbunden sind, ebenfalls auf das Internet zugreifen. Dieses Vorgehen hat aber auch Nachteile.
Wer ein leistungsfähiges Netzwerk aufbauen möchte, in dem große Datenmengen versendet werden, der wird hingegen nicht um die Anschaffung eines Routers herumkommen. Diese Geräte bieten Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 MBit pro Sekunde an (Draft-N) und sind damit auch auf höhere Datenströme vorbereitet. Ein Computer, der einfach zu einem Router umkonfiguriert wurde, kann das nicht leisten.
