Das sind die wichtigsten WiMAX Anbieter

ertstellt: 12.05.2011
Zum Thema:  WiMAX | DSL | Zugänge

Anbieter von Hardware wie Intel haben angekündigt, dass WiMAX als Standard in Laptops und andere mobile Endgeräte integriert werden soll. Damit dürfte diese Technologie eine größere Verbreitung und Akzeptanz finden, denn bislang ist WiMAX noch eher unbekannt. Dabei könnte die Technologie besonders in Gebieten, die noch nicht per DSL angebunden sind, eine interessante Alternative zur Anbindung per Satellit sein. Diese Alternative ist zwar auch verfügbar, aufgrund der hohen Kosten von ca. 500 Euro für die Satellitenschüssel und die aufwendige Installation aber vergleichsweise teuer. Und auch wenn die Hardware vom Anbieter gestellt wird, so muss dieser die vergleichsweise hohen Kosten durch die Tarife über die Kunden wieder reinholen.

WiMAX-Anbieter setzen auf Funkübertragung
WiMAX-Anbieter setzen auf Funkübertragung
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Ein WiMAX-Modem ist mit ca. 100 Euro (Stand April 2011) dagegen vergleichsweise preiswert, und wenn die Technologie zum Standard für mobile Geräte wird, dann dürften auch die Preise für entsprechende Modems weiter sinken. Kritischer für den sich abzeichnenden Wachstumsmarkt wird dagegen die Verfügbarkeit von entsprechenden Stationen sein, denn der Ausbau in Deutschland ist noch längst nicht flächendeckend. Größter Anbieter für WiMAX ist zurzeit die Deutsche Breitbanddienste (DBD), die als Pionier im Markt gilt. Insbesondere in Ostdeutschland ist das Unternehmen stark vertreten, bedient aber über die Tochterfirmen Maxxonair und DSLonair auch schon mehrere Bundesländer in Westdeutschland.

Eine flächendeckende Versorgung kann bislang aber auch kein anderer Anbieter sicherstellen, denn vielfach handelt es sich bei den WiMAX-Anbietern um regionale Versorger, die die Lizenzen von zum Beispiel der DBD nutzen. Neben der DBD haben noch zwei weitere Anbieter im Jahre 2006 eine bundesweite WiMAX-Lizenz von der Bundesnetzagentur ersteigert, allerdings hat der Anbieter Televersa seine Lizenz 2009 an die Bundesnetzagentur zurückgegeben. Und dies, nachdem bereits erfolgreich ca. 100 Basisstationen in Bayern in Betrieb genommen worden sind. Als Nutzer benötigt man für den Betrieb von WiMAX zurzeit noch eine Antenne sowie ein Modem. Soll über den Zugang auch telefoniert werden, so wird ein WiMAX fähiger VoIP-Router benötigt. Welche Antenne dabei zum Einsatz kommen muss, hängt dabei von der Netzabdeckung ab. In Kernbereichen kann, ähnlich wie beim terrestrischen Fernsehen DVB-T, eine Innenantenne durchaus ausreichend sein, wobei in Gegenden mit geringerer Abdeckung eine Außenantenne erforderlich sein wird.

Die Tarife für WiMAX-Internetangebote liegen bei einer Grundgebühr zehn und 15 Euro pro Monat (Stand April 2011). Entsprechende Flatrates für den Internetzugang und Telefongespräche sind ebenfalls verfügbar und bewegen sich im Preisniveau vergleichbarer DSL-Angebote. Je nach Ausbau des Netzes sind dabei theoretische Datenübertragungsraten von 70 MBit/s möglich, was deutlich über den Geschwindigkeiten von DSL liegt. Inwieweit eine solche Geschwindigkeit aber tatsächlich erreichbar ist, ist mit dem jeweils regionalen Anbieter vor Ort zu besprechen. Auf jeden Fall sollte man sich als Kunde, der keinen Zugang zu DSL hat, auch die Angebote für WiMAX einmal ansehen.

 
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