Wenn es um den Schutz von Computern vor Bedrohungen aus dem Internet geht, ist zumeist die Rede von Viren oder Trojanern. Dabei existiert mit Spyware eine weitere Kategorie von schadhaften Programmen, die noch sehr viel weiter verbreitet ist. Spysoftware kann sich aus sehr unterschiedlichen Programmen zusammensetzen, die zum Beispiel unaufgefordert Werbung anzeigt oder Informationen über das System sammelt, die dann an Dritte weitergegeben werden. Alle modernen Virenscanner sind heute auch auf solche Bedrohungen ausgelegt, dennoch kann es lohnenswert sein, wenn spezielle Software installiert wird, die eigens auf solche Spyanwendungen ausgerichtet ist. So ist ein Modul gegen Spyprogramme beispielsweise in der Norton Antivirus Suite 2012 integriert, die zu einem Preis von 29,99 Euro angeboten wird (Stand: Oktober 2011), wobei die Lizenz eine Laufzeit von einem Jahr besitzt. Ebenfalls integriert ist eine solche Abwehr in das Paket Norton Internet Security 2012 für ebenfalls 29,99 Euro im Jahr.
So schützen Sie sich vor Spyware
Moderne Antivirenprogramme decken damit eine große Bandbreite von möglichen Bedrohungen ab, zu denen Viren, Trojaner, Spam und auch Spyware gehören. Doch nicht nur die Antivirenprogramme selbst sind mit solchen Funktionen ausgestattet. Auch die aktuellen Versionen der am weitesten verbreiteten Betriebssysteme ergreifen Maßnahmen, die Spysoftware unschädlich machen sollen. Hierzu gehört beispielsweise auch das Windows 7-Tool zur Entfernung schadhafter Software. Wer sich effektiv vor der Bedrohung durch Spionagesoftware schützen möchte, der sollte auch solche Maßnahmen nicht außer Acht lassen, wenn es um den Schutz des Systems geht. Der Schutz vor Spyprogrammen sollte sich im Idealfall auch auf den E-Mail-Client erstrecken, da gerade Dateianhänge von E-Mails als besonders gefährlich angesehen werden können.
So funktionieren Anti-Spyware-Programme
Die meisten Spyprogramme sind darauf ausgelegt, insbesondere das Surfverhalten eines Nutzers zu untersuchen, damit dieser mit personalisierter Werbung gezielt angesteuert werden kann. Die Verwendung von Spyware ist dabei leider in vielen Fällen legal, da die entsprechende Software als „möglicherweise unerwünschte Software“ gekennzeichnet wird. Da die Spyprogramme in der Regel nicht ohne Weiteres gelöscht werden und den Zugriff des Administrators auf bestimmte Verzeichnisse verhindern können, können Sicherheitslöcher im System entstehen. Diese werden etwa dadurch aufgerissen, dass die Updates sicherheitsrelevanter Programme verhindert werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die entsprechenden Programme gezielt vom System zu entfernen. Helfen können hierbei neben den Antivirenprogrammen auch solche Tools wie SpyBot - Search & Destroy, das aktuell in der Version 1.6.2 vorliegt und Spybots auf dem eigenen System ausfindig machen und löschen kann.
